Freiwillige Feuerwehr Burg/Kauper

Phänomen Granit 27

Der Granit 27 ist Baujahr 1959 und wurde von der Gemeinde Burg Kauper als Rettungs­waren vom Rat des Kreises Cottbus gekauft. Es erfolgte ein Umbau als Mann­schafts­wagen und Zug­fahrzeug für TSA. Es wurden Sitze eingebaut und es erfolgte eine Umlack­ierung in Rot. Die Lack­ierung wurde vom Maler­meister Woschech aus Burg nicht gespritzt sondern mit dem Pinsel gemacht. Die Signal­anlage wurde weiter genutzt. Das Fahr­zeug ersetzte den bis dahin genutzten Benz Coupé, der im Feuerwehr­museum in Burg (Spreewald) steht. Der Granit war von 1959 bis 1991 im Einsatz. Danach wurde er zu Aus­stellungs­zwecken und bei Umzügen genutzt. Er war bis 1995 bei einem Kameraden der FF Burg-Kauper untergestellt. Ab 1996 wurde der Granit von den Kameraden der FF Burg-Kauper von Grund auf restau­riert.

Phänomen Granit 27 Vorderansicht Phänomen Granit 27 Heckansicht

Die Achsen, Bremsen und Lager wurden überholt. Rad­kästen, Holz­leisten, die Innen-Holz-Verkleidung wurden neu gemacht. Die Polster wurden gereinigt. Die Sitze im Fahrer­haus wurden neu gemacht. Ebenso die Chrom­teile. Die Arbeiten wurden bei einem Kameraden in seiner Werk­statt durchgeführt. Die Arbeiten dauerten bis 1999. Von da ging er zum Autohaus Naue Burg (Spreewald), wo die Lackierung gemacht wurde. Das Ausrichten der Türen, einsetzten der Scheiben, das Ausbes­sern der Karosserie und das Überholen des Motors wurde auch vom Autohaus Naue erledigt.

Phänomen Granit 27 Fahrerseite

Der Granit 27 wurde wieder neu zugelassen und wird ab 2001 wieder für Aus­stellungs­zwecke, Mitfahren bei Festen aber auch für Ausflüge der FF genutzt. 2011 haben wir auch an der Inter­nationalen Feuerwehr­stern­fahrt in Frankfurt/Oder und Stubitze teilgenommen. Er ist jetzt bei einem Sponsor der FF Burg-Kauper untergebracht.

Der Phänomen Granit 27 ist ein LKW-Typ des VEB Kraftfahrzeug Phänomen Zittau in der DDR.

Der Phänomen Granit 1500, der ab 1941 von den damaligen Phänomen Werken Gustav Hiller AG produziert wurde.

1948 begann man als VEB Kraft­fahrzeug­werk Phänomen mit der Produktion eines Stationär­motors IFA-Granit 27. Im darauf folgenden Jahr stellte die Firma einen LKW auf der Leipziger Messe vor, der schon bei der Wehr­macht als Modell Granit 1500 (1500 kg Nutzlast) beliebt war. Jedoch nannte man diesen nun nach seinem 2,7l Hubraum Granit 27. Die ersten LKW Granit 27 verließen das Werk 1950.

Phänomen Granit 27 Motorraum links Phänomen Granit 27 Motorraum rechts

Varianten

Der Phänomen Granit 27 wurde als Pritschen­wagen und langer Pritschen­wagen produziert. Weitere Varianten waren ein Kasten­wagen und der Kranken­wagen. Höchst­geschwindig­keit lag bei 80 km/h. Eine Version des Granit 27 D/Zg war der Mann­schafts­wagen (MTW) mit vier hintereinander folgenden Sitz­reihen und Planen­verdeck.

Rettungswagen RTW

Der Rettungswagen RTW auf dem Fahr­gestell des Robur Granit 27 wurde zwischen 1949 und 1953 hergestellt. Der Aufbau entstand im VEB Karosserie­werk Halle. Das Fahr­zeug hatte eine Besatzung von 1 + 3 Personen. Zur Aus­stattung gehörten unter anderem zwei Tragen. Das Fahrzeug hatte einen 4x2-Hinter­antrieb mit einem limousinen­artigen Aufbau. Die Höchst­geschwindig­keit lag bei 80 km/h. Die Phänomen-Rettungs­wagen wurden ab 1953 durch Rettungs­fahrzeuge auf dem Fahr­gestell Garant 30k ersetzt.

Phänomen Granit 27 VW/B 18

Die Typen­bezeich­nung VW/B18 bedeutet verlängerter Rad­stand, Fahr­gestell mit Wind­lauf, Bus, 18 Sitz­plätze. Der Bus fand aufgrund seiner Robust­heit unter anderem in der NVA Verwendung. Er eignete sich optimal für den Transport kleiner Gruppen und sollte im Kriegs­fall als Verwundeten­transporter eingesetzt werden.

Feuerwehrfahrzeug LF-TS 8

Das Lösch­gruppen­fahrzeug LF-TS 8 wurde ab 1951 auf Basis des Phänomen Granit 27 gebaut. Die Aufbauten wurden im VEB Feuer­lösch­geräte­werk Görlitz hergestellt. Das Fahrzeug hatte eine Besatzung von 1 + 8 und war mit zwei Sauer­stoff­schutz­geräten, 8/8-Trag­kraft­spritzen und 180-m-C-Druckschläuchen ausgerüstet.

Einzelnachweise

  1. Phänomen / Robur Firmen­geschichte ab 1945 auf der Seite der Ober­lausitzer Kfz Veteranen­gemein­schaft (http://www.histo-tech.de/index.php?menuid=71)

Weitere Quellen siehe LIterarur: